Raytracing ist eine Technik zur Berechnung und Darstellung von dreidimensionalen Objekten in computeranimierten Grafiken, kurz gesagt eine Rendertechnik. Übersetzt bedeutet der Begriff Strahlenverfolgung und wird im englischen üblicherweise ray tracing geschrieben.
Mit der im August 2018 vorgestellten GeForce 20-Serie von Nvidia wurde das sogenannte Raytracing (dt. Ray = (Licht)strahlen; tracing = (Nach)verfolgung) vorgestellt. Damit wurde auch das verwendte GTX-Präfix auf RTX umgeändert.
Beim Raytracing werden virtuelle Lichtstrahlen (Rays) erzeugt, die Nachverfolgt (tracing) werden und mehrfach an Objekten abprallen. Die virtuellen Lichtstrahlen werden von einem Punkt, den das Auge des Betrachters darstellt, in das 3D-Bild ausgesendet. Dabei wird es entweder von Objekten reflektiert (Reflexionen), von Objekten blockiert (Schatten) oder geht durch transparente oder semi-transparente Flächen (Lichtbrechung). All diese Interaktionen der virtuellen Lichtstrahlen können dann benutzt werden um die Farbe eines Pixels zu bestimmen.
Dies in Echtzeit zu berechnen ist extrem Rechenaufwendig, daher kommt hier Hybrides Rendering zum Einsatz: das Bild wird mit der klassischen Rasterisierung erzeugt und anschließend mit Raytracing aufgewertet.
RT Cores[]
Neu in Nvidias Turing-Architektur war die implementation von Raytracing-Cores (RT Cores), also Hardwarebeschleunigtem Raytracing. RT Cores sind speziell auf Raytracing ausgelegt und übernehmen die durchquerung der Lichtstrahlen durch geometrische Objekte sowie die prüfung von Strahlendrieck-Schnittpunkten. Dadurch entlasten sie die restliche GPU, wodurch Berechnungen mit Raytracing um einiges schneller ablaufen als noch in der Pascal-Generation (2080 Ti hat etwa 10 GigaRays/s; das Vorgängermodell 1080 Ti kommt auf etwa 1,1 GigaRays/s).